Fettleber: Risiken, Vorbeugung, Behandlung
Als Fettleber bezeichnet man die zunehmende Einlagerung von Fettmolekülen in das Lebergewebe. Dies beeinträchtigt die Gesundheit zunächst nicht, kann sich aber über viele Monate und Jahre zu einer entzündeten Fettleber, dann zu einer Leberfibrose und zu einer Leberzirrhose weiterentwickeln.
Etwa 20 bis 25 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine Fettleber, die Erkrankung ist also relativ häufig. Man unterscheidet dabei die nicht alkoholische Fettleber und die alkoholbedingte Fettleber.
Diese sind sehr unterschiedlich im Verlauf und haben auch verschiedene Ursachen. Die Häufigkeit einer Erkrankung an der nicht alkoholischen Fettleber ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Gründe hierfür sind bekannt und haben vor allem mit den modernen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu tun.
Menschen, die an Fettleber erkranken, haben oft keine Symptome. Und in den meisten Fällen bleibt dies auch über viele Jahre so und es kommt zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
In etwa 5% der Fälle entwickelt sich die Fettleber jedoch zu einer chronischen Entzündung (Steatohepatitis). Diese kann sich dann weiterbilden zu einer Leberfibrose mit zunehmender Vernarbung und dann zu einer Leberzirrhose. Alle diese Erkrankungen beeinträchtigen die wichtigen Funktionen der Leber.
Die Erkrankung an Leberzirrhose ist mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden, kann sogar lebensbedrohlich sein und auch zu Leberkrebs führen.
Aufgrund des erhöhten Risikos für diese gefährlichen Folgeerkrankungen sollte man die Diagnose Fettleber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist ein Warnsignal, dass einem Anlass geben sollte, mehr auf seine Gesundheit zu achten.
Und hier gibt es eine positive Nachricht: Die Leber ist ein Organ, das sich selber regenerieren kann. Deshalb können die meisten Menschen die nicht alkoholische Fettleber durch eine gesunde Lebensweise auch wieder loswerden. Und dies gelingt oft schon in wenigen Monaten.
In diesem Artikel geben wir einen Überblick der wichtigsten Informationen und Tipps zum Thema nicht alkoholische Fettleber. Dabei gehen wir vor allem darauf ein, wie man selber seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verbessern kann, damit sich eine Fettleber wieder zurückbildet.
Risikofaktoren für die Entstehung einer Fettleber
Die medizinische Forschung konnte in den letzten Jahrzehnten mehrere Faktoren bestimmen, welche im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es zur Entstehung einer Fettleber kommt.
Hierzu gehören vor allem:
- Eine ungesunde Ernährung: Ein hohes Risiko für Fettleber ergibt sich bei einer Ernährung, die zum größten Teil aus hochverarbeiteten Lebensmitteln besteht. Auch Lebensmittel mit einem hohen Glykämischen Index begünstigen die Entstehung einer Fettleber.
- Das Körpergewicht: Menschen mit Übergewicht (Bodymass-Index über 25) habei ein sehr viel größeres Risko, an Fettleber zu erkranken. Bei Menschen mit Adipositas (Fettleibigkeit, also einem BMI > 30) ist das Risiko noch einmal erhöht.
- Der Lebensstil: Langes Sitzen und Bewegungsmangel sind zwei Faktoren, mit denen man über die persönlichen Lebensgewohnheiten das Risiko für eine Fettleber deutlich erhöhen kann.
Auch die Erkrankung an Diabetes Typ 2 sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten führt zu einer größeren Wahrscheinlichkeit, dass man eine Fettleber bekommt.
Wir gehen im Folgenden auf einige dieser Faktoren genauer ein.
Fettleber und Übergewicht
Einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Fettleber ist das Körpergewicht. Für Menschen mit Übergewicht besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, dass es zu vermehrten Einlagerungen von Fettmolekülen in der Leber kommt.
Dies hat mehrere Gründe. Zum einen liegt bei Übergewicht in den allermeisten Fällen bereits ein im Vergleich zum gesunden Körpergewicht erhöhter Fettanteil vor. Zum anderen ist bei Übergewicht auch meistens die Kalorienaufnahme zu hoch und die Leber speichert diese überschüssigen Kalorien in der Leber als Fett.

